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Berlin. Rund 250 Teilnehmer und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben den diesjährigen Bundeskongress des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) zu einem vollen Erfolg gemacht: Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung der freien Bildung für den Standort Deutschland und betonte die Wichtigkeit des individuellen Ansatzes freier Schulen. Das Kind in den Mittelpunkt des pädagogischen Schaffens zu stellen, sei das Erfolgsrezept der Zukunft und würde von den freien Schulen in vorbildlicher Weise gelebt, so Althaus, der dem freien Bildungswesen weitere Erfolge in Zukunft vorhersagte. Über die Bedeutung von Privatschulen für den Standort Deutschland waren sich auch Politiker aller Parteien einig: In einer Podiumsdiskussion zum Thema "Bildungspolitische Ansätze für eine erfolgreiche Schule von morgen" unterstrichen Bildungspolitiker von CDU, FDP, SPD, den Grünen und der Linksfraktion die innovative Rolle freier Schulen für die qualitative und innovative Entwicklung des deutschen Bildungswesens. Moderiert wurde die Diskussion von Viktoria Herrmann, die im MDR mit der Sendung LexiTV wöchentlich Bildung für alle Altersgruppen zu ihrem Thema macht.
Unternehmen sehen Privatschulen als wesentlichen Standortfaktor Die Wichtigkeit von Privatschulen für den Bildungsstandort Deutschland betonten auch Unternehmensvertreter von Jenoptik und Opel Eisenach: Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels sei die Wirtschaft auf eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit Schulen in der Region angewiesen, der Bezug zu reellen Anforderungen des Marktes dürfe bei Schulabschlüssen nicht zu kurz kommen. Nach Ansicht des VDP können vor allem berufsbildende Schulen in freier Trägerschaft schnell und flexibel auf die Anforderungen der freien Wirtschaft reagieren und neue, am Bedarf ausgerichtete Ausbildungsangebote bereitstellen. Die Unternehmensvertreter betonten, dass insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Engpässe Unternehmen stärker in Bildung investieren und mit entsprechenden Angeboten kooperieren müssten.
Qualitätssicherung in der Weiterbildung Größere Investitionen benötigt auch die Weiterbildung: Es müssen endlich Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es den Menschen erlauben, ihre Weiterbildungsinteressen zu verwirklichen, so Prof. Reinhold Weiß vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), der zum Thema "Weiterbildung quo vadis?" sprach. Der VDP, der neben allgemein bildenden und beruflichen Privatschulen auch rund 1.000 Weiterbildungseinrichtungen in freier Trägerschaft vertritt, fordert seit langem eine Weiterbildung mit System sowie ein nachhaltiges Konzept der Weiterbildungsfinanzierung. Insbesondere hinsichtlich der geplanten Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente müsse der faire Wettbewerb im Vordergrund stehen, so der VDP, der einen Preisverfall der Angebote sowie einen Dumpingpreis-Wettbewerb auf Kosten der Qualität der Weiterbildungsangebote fürchtet.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen, deren rotierenden Vorsitz er bis 2009 innehat.
Verantwortlich für den Inhalt: Christiane Witek, Pressesprecherin Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.
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