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Beim Tag der offenen Tür in der Horremer Einrichtung führten angehende Physiotherapeuten, Kosmetikerinnen und Masseure ihr Können vor. Von Joachim Röhrig Kerpen-Horrem - Den angehenden Kosmetikerinnen konnten die Gäste beim professionellen Schminken zuschauen, die Physiotherapeuten führten kräftigende Bewegungsübungen speziell für Kinder vor, in den Gymnastikräumen gab's Tanz, Bauchmuskel- und Zirkeltraining, und wer sich bei den Sportvorführungen verausgabt hatte, konnte sich zur Entspannung eine Wellness-Massage gönnen: Bei ihrem "Tag der offenen Tür" informierten die Schüler und Lehrer des Präha-Bildungszentrums die zahlreichen meist jungen Besucherinnen und Besucher sehr anschaulich und praxisnah über das Ausbildungsspektrum im Gesundheitsbereich. In der privaten Berufsfachschule für Prävention und Rehabilitation (Präha), die seit bereits 25 Jahren im alten Rathaus in Horrem zu Hause ist, lassen sich derzeit rund 430 junge Leute zum Fitness- und Wellness-Coach oder zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin, zur Kosmetikerin, zum Masseur und medizinischen Bademeister oder zur Physiotherapeutin ausbilden. "Die Chancen, nach den meist zwei- bis dreijährigen Ausbildungen einen Job zu finden, sind in der Gesundheitsbranche nach wie vor vergleichsweise gut", betont PrähaSprecherin Ulrika Boenke-Peters. "Zwar verschreiben die Ärzte auf grund neuer gesetzlicher Regelungen nicht mehr so viele physiotherapeutische Rezepte wie in früheren Jahren. Dafür hat sich aber ein kräftiger zweiter Markt herausgebildet." Die Kundschaft dieses neuen Marktes rekrutiert sich aus Menschen, die von sich aus etwas für ihre Gesundheit tun wollen und die auch bereit dazu sind, selber dafür zu zahlen, wenn es die Krankenkasse nicht tut. "Immer mehr Leute gehen ins Fitness- oder ins Kosmetik-Studio, machen Urlaub in Wellness-Hotels, lassen sich auf eigene Kosten regelmäßig massieren oder belegen Sport- und Bewegungskurse. Großen Wert legen sie dabei auf eine Betreuung durch gut qualifiziertes Personal, wie es bei uns ausgebildet wird", sagt Boenke-Peters. Dass es in der Gesundheitswirtschaft interessante berufliche Perspektiven gibt, hat sich bei den Jugendlichen herumgesprochen. Obwohl ein Schulgeld von mindestens 150 Euro im Monat bezahlt werden muss, ist der Andrang in den Präha Bildungszentren in Kerpen, Düsseldorf, Remscheid und Bergisch Gladbach groß. Allein nach Horrem kommen Auszubildende aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern. Fürs neue Schuljahr können sich Interessenten aber noch bis Ostern bewerben und anmelden. Vorausgesetzt wird für die meisten Ausbildungsgänge ein mittlerer Schulabschluss. Parallel zur Berufsausbildung erwerben die Absolventen oft auch die Fachhochschulreife. Angehende Physiotherapeuten können seit einiger Zeit sogar eine Bachelor-Graduierung erwerben.
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