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Von Melanie Nicolai KERPEN-HORREM. Im Raum für Kräuterstempelmassage roch es herrlich nach wohltuenden Kräutern wie Rosmarin, als die Schülerinnen des Präha-Bildungszentrums erschöpfte Mütter massierten. Die Kräuter hatten sie für die Massage in kleine Säckchen gegeben, die mit Wasser angewärmt wurden. Ruhige Entspannungsmusik im Hintergrund sorgte dafür, dass sich die Frauen einmal richtig wohlfühlen konnten. Das Präha-Bildungszentrum und die DAK luden am Samstag zum ersten Wellness-Tag für Mütter ein. "Mütter sind doch recht überlastet", so Rainer Koenen, Bezirksleiter der DAK Kerpen und Frechen. Die Krankenkasse trat mit dem Vorschlag eines Wellness-Tages an Petra Witt, Geschäftsführerin des Präha-Bildungszentrums, heran, die von der Idee sofort begeistert war. "Die Mütter sollen einmal etwas für sich haben", so Witt. 230 Frauen meldeten sich zum Wellnesstag an. Besonders beliebt waren Massagen, Gesichtsbehandlungen oder Maniküre. Anhand eines Laufzettels konnten die Frauen die Angebote besuchen, die sie am meisten interessierten. Im Programm waren Bewegungskurse wie Wirbelsäulengymnastik oder Nordic Walking. Zum Entspannen machten die Mütter Yoga, Fantasiereisen oder ließen sich bei der Hot-Stone-Massage verwöhnen. In Vorträgen erfuhren sie Neues über gesunde Ernährung, besonders auch für Kinder. Witt sah den Wellness Tag auch als Projekttag für die Schule. "Die Schüler freuen sich, auch einmal echte Kunden zu haben", sagte Witt. Es sei eine gute Vorbereitung auf die Berufspraxis. Denn die Frauen, die am Samstag zum Beispiel zur Rückenschule kamen, haben auch echte Rückenprobleme - im Gegensatz zu den meisten Schülern, die im Unterricht zu Übungszwecken den Patienten mimen müssen. Der Wellness Tag sollte auch aufzeigen, wie man etwas für seinen Körper tut, um Krankheiten und Verschleißerscheinungen vorzubeugen.
Körper ungeeignet für Werkstattbesuch "Die Idee der Reparatur-Werkstatt trifft auf den Körper nicht zu", betonte Witt. Denn man könne sich zwar eine neue Hüfte einsetzen lassen, jedoch sei dies unangenehm und zudem mit höheren Kosten verbunden, als ein Präventionskurs. Das Präha-Bildungszentrum will in Zukunft solche Kurse anbieten; die Krankenkassen zahlen in der Regel einen Teil der Kosten. Für eine Stunde Rückenschule müsse der Kunde in diesem Fall nur zwei Euro bezahlen. "Zwei Euro für einen Kurs in solch einer Güte mit sehr gut ausgebildeten Kursleitern - das kann sich jeder leisten", meinte Witt. Bei den Vorbereitungen zum Wellnesstag hatten Schülern und Lehrer viele Ideen. Es sei auch angedacht, Kurse für ältere Semester anzubieten. Hier sei besonders die Sturzprophylaxe sinnvoll. "Wir haben eigentlich so viele Möglichkeiten", lachte Witt. "Wir sind eine Schule, aber das Personal und die Räumlichkeiten für Kurse sind ja da. Das ist uns erst jetzt so richtig aufgefallen."
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