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Von Anja Musick Sanfte Musik, wohltuende Essenzen, Massagen mit Kräutern und heißen Steinen - im Präha-Bildungszentrum konnten Mütter es sich mal so richtig gut gehen lassen. Kerpen-Horrem - Mütter sind nicht gerade eine Randgruppe. Dafür gibt es zu viele von ihnen. "So richtig wertgeschätzt werden sie allerdings trotzdem nicht", sagte Petra Witt, Geschäftsführerin des Präha-Bildungszentrums. Witt, die selbst Mutter von drei Kindern ist, weiß, wovon sie redet. Mütter leisteten unschätzbare Arbeit für die Gesellschaft, verausgabten sich dabei bisweilen. Auf sich selbst achtgeben, mal eine Auszeiten nehmen, auftanken, an die Gesundheit denken - beim ersten "Wellnesstag für Mütter", der in den Räumen des Präha-Bildungszentrums stattfand, konnten die Frauen entdecken, was ihnen gut tut. "Die Resonanz ist überwältigend", freute sich Rainer Koenen, Bezirksleiter der DAK Kerpen und Frechen. Das Präha-Zentrum, in dem Physiotherapeutinnen, Kosmetikerinnen und Gymnastiklehrerinnen ausgebildet werden, hatte gemeinsam mit der Krankenkasse DAK die Veranstaltung auf die Beine gestellt. 230 Frauen meldeten sich für die diversen kostenlosen Kurse an, darunter Wirbelsäulengymnastik, Pilates, Yoga, Maniküre, Gesichtsbehandlung, Massagen und Ernährungsvorträge. "Wir haben viele nicht mehr annehmen können, wollen diese Frauen aber anschreiben, wenn eine Folgeveranstaltung stattfindet." Dass der Wellness-Tag wiederholt werde, steht für Witt und Koenen fest. Denn nicht nur die Frauen, sondern auch die Schülerinnen waren begeistert. Der Wellness-Tag war nämlich gleichzeitig ein großer Projekttag für Ausbilder und Schüler. Martina Kolb, die im zweiten Ausbildungsjahr zur Kosmetikerin ist, massierte etwa eine Frau und freute sich darüber, dass sie ihr Können einer "echten Kundin" angedeihen lassen konnte. Denn im Schulalltag würden ausschließlich die Mitschülerinnen zur Übungszwecken behandelt. Im Raum nebenan saß Daniela Vowinkel. Die Mutter von zwei kleinen Kindern ließ sich die Nägel machen. Vorher war sie in den Genuss einer Wellness-Massage gekommen. "Das war so schön", schwärmte die junge Mutter. Im Alltag fehle oft die Zeit für derartige Dinge. Künftig soll es im Präha-Zentrum nach den Osterferien nachmittags und abends Kurse zur Gesundheitsvorsorge geben, erklärte Witt. "Wir haben jetzt durch die Veranstaltung festgestellt, dass wir Kompetenzen und Ressourcen haben, die wir anbieten können." Entspannungstechniken, Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik, Sturzprophylaxe für Ältere - die Krankenkassen übernähmen ja auch bis zu 80 Prozent der Kosten für zwei Kurse im Jahr.
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