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Ausbildung an beruflichen Privatschulen immer beliebter
Christiane Witek Ausbildungen an beruflichen Schulen in freier Trägerschaft werden immer beliebter. Das zeigt die aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamts, die die offiziellen Schülerzahlen im Bereich der freien Bildung für das Schuljahr 2007/08 ausweist. Demnach besuchten im Schuljahr 07/08 insgesamt rund 237.000 Schülerinnen und Schüler eine berufliche Schule in freier Trägerschaft, knapp 2.000 mehr als im Vorjahr. Das ist umso bemerkenswerter, als die Gesamtzahl aller Schüler, die eine berufliche Schule in Deutschland besuchen, stagniert. Nimmt man die Verteilung der Privatschüler auf die einzelnen Schulformen etwas genauer unter die Lupe, stellt man fest: Insbesondere im Bereich der Berufsfachschulen ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler linear zum Verlauf der Gesamt-Entwicklung in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine Stagnation kann bei den Teilzeitberufsschulen festgestellt werden, während die Anzahl der Schülerinnen und Schüler an Fachschulen seit 2003 leicht sinkt. Dem entspricht auch die Entwicklung der beruflichen Privatschulen: Ihre Summe liegt erneut über dem Wert des Vorjahrs und bestätigt damit den seit Jahren bestehenden Wachstumstrend. Mittlerweile gibt es in Deutschland 1.926 berufliche Privatschulen, was 21,4 Prozent aller Schulen in diesem Bereich entspricht. Ein genauerer Blick in die Statistik bestätigt, was sich schon bei der Verteilung der Schülerzahlen abzeichnete: Während die Anzahl der Berufsfachschulen stetig und relativ analog zur Gesamt-Entwicklung der beruflichen Schulen zunimmt, hat sich die Anzahl der Teilzeit-Berufsschulen seit Jahren auf einem stabilen Niveau eingependelt. Fachschulen hingegen gibt es seit 2002 immer weniger: Im aktuellen Schuljahr 07/08 waren es noch 394 Einrichtungen bundesweit. Der VDP sieht sich durch die aktuellen Zahlen in seiner Ansicht bestätigt, dass die Ausbildung an beruflichen Privatschulen für mehr und mehr Jugendliche eine attraktive Wahl darstellt. Insbesondere das stetige Wachstum der Berufsfachschulen zeigt, dass vollzeitschulische Ausbildungen, die vor allem hier angeboten werden, immer häufiger als echte Alternative zur betrieblichen Ausbildung wahrgenommen werden. Gründe für den Erfolg dieser Einrichtungen liegen nach Ansicht des Verbands vor allem in dem an der Nachfrage orientierten, innovativen Ausbildungsangebot einerseits und der intensiveren und dadurch individuelleren Betreuung durch kleinere Lerngruppen andererseits.
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