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Von Helga Kristina Kothe / Foto im Artikel: Krafft Angerer/Getty Images Sport, Fitness, Wellness - das sind Begriffe, die mittlerweile in jedermanns Terminkalender einen Platz haben. Die meisten Menschen möchten etwas für sich zu tun, um körperlich, geistig und seelisch fit zu bleiben. Mit diesem Trend sind zahlreiche neue Berufe und damit gute Karrierechancen entstanden. Für viele jungen Menschen ist die Sport-, Fitness- und Wellnessbranche attraktiv - lässt sich dort private Leidenschaft in den Berufsalltag integrieren. Das hat sich auch Johanna Piglas aus Ratingen gedacht. Die 29-Jährige ist Spa-Managerin im Robinson Club Agadir in Marokko. "Ich kann meine privaten Interessen in den Job einbringen, das finde ich toll. Es ist für mich Arbeit mit viel Herzblut", erzählt die ausgebildete Sport- und Gymnastiklehrerin.
Sensibilität für Menschen Aber es sind nicht nur die Leidenschaft und das sportliche Talent, die zählen, um in den Jobs der Branche erfolgreich zu bestehen. "Eigenmotivation, Durchhaltevermögen oder Sensibilität für Menschen, sind ebenso Fähigkeiten, die man mitbringen sollte, wie das Interesse an Betriebswirtschaft. Denn gerade in leitenden Funktionen ist das sehr wichtig", sagt Johanna Piglas. Ihre dreijährige Ausbildung hat sie auf der privaten Weber-Schule in Düsseldorf gemacht, die sie selbst finanziert hat. Medizin, Bewegungslehre, Biomechanik, Sportmassage, Tanz, Gymnastik oder Rhythmische Sportgymnastik standen ebenso auf dem Lehrplan wie Musik, Mathe und Englisch oder Methodik und Didaktik.
Bereitschaft zur Fortbildung Um Erfolg zu haben, reicht eine Grundausbildung alleine jedoch nicht. "Man darf nicht stehen bleiben, man muss sich ständig weiter qualifizieren", berichtet Johanna Piglas. Bereits während ihrer Ausbildung hat sie sich beim Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) zur Sporttherapeutin ausbilden lassen und hat Lizensen unter anderem für Aerobic, Step, Indoor-Cycling, Pilates und Yoga erworben. "Das hat für mich nicht nur einen zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet, sondern auch zusätzliche Kosten", erinnert sich Johanna Piglas. Das Geld zur Finanzierung hat sie sich unter anderem mit ihrer Arbeit als freie Trainerin finanziert. Das hatte für sie noch einen weiteren Vorteil: ständige praktische Erfahrung. "Ich konnte mir viel von anderen Trainern abschauen", so Johanna Piglas. Ein Einsatz, der sich gelohnt hat. Ihr erster Job nach der Ausbildung hat sie im Jahr 2003 zu Robinson geführt - zunächst auf die spanische Ferieninsel Fuerteventura und im vergangenen Jahr nach Agadir. "Ich wollte unbedingt ins Ausland", erzählt Johanna Piglas - zunächst nur für ein Jahr. "Daraus sind vier spannende Jahre auf Fuerteventura geworden. Da der WellFit-Bereich neu konzipiert wurde, konnte ich mich mit meinen Erfahrungen sehr gut einbringen und viel mitgestalten", erinnert sie sich. Begonnen hat Johanna Piglas dort als WellFit-Robin. Ein Job, in dessen Vordergrund die Leitung von Sport- und Fitnesskursen für die Gäste steht. "Ich wurde vielseitig eingesetzt und habe immer wieder die Chance bekommen, mich fortzubilden - zum Beispiel in Aquafit oder Langhanteltraining", erzählt sie.
Vielfältige Erfahrungen Die Belohnung für das große Engagement folgte schon nach einem Jahr: Johanna Piglas kletterte die Karriereleiter zur Assistentin der Fachleitung WellFit und später zur Fachleiterin hoch - Aufgaben, die neben Fachkompetenz und Kommunikationsfreude auch kaufmännisches Wissen und Organisationstalent erfordern. Diese Erfahrungen sind ihr heute in Agadir nützlich. "Ich bin nach Marokko gewechselt, um in dem neu eröffneten Club den Spa- und WellFit-Bereich aufzubauen und zu leiten", berichtet Johanna Piglas. Ihr Aufgabenbereich als Spa-Managerin ist vielseitig: wirtschaftliche Leitung der Segmente Massage, Kosmetik, Sport und Fitness, Budgetverwaltung, Qualitätsmanagement, Gestaltung, Weiterentwicklung und Organisation der Angebote und Programme, Koordination der Mitarbeiter, Kundenberatung und Beschwerdemanagement.
"Ich liebe die Abwechslung, die mir der Job bietet. Ich kann kreativ, organisatorisch und eigenverantwortlich arbeiten."
Geregelte Arbeitszeiten kennt Johanna Piglas nicht. Ihr Arbeitstag beginnt um acht Uhr morgens und kann schon mal bis 20 Uhr dauern. Morgens werden die Aufgaben unter den Mitarbeiten verteilt, um 9 Uhr findet das erste Meeting mit den Abteilungsleitern statt, später stehen Technikund Sauberkeitchecks sowie die Bearbeitung von Post, EMails und Reservierungen an, ebenso wie die Planung und Vorbereitung von Events. "Ich liebe die Abwechslung, die mir der Job bietet. Ich kann kreativ, organisatorisch und eigenverantwortlich arbeiten. Aber: Man sollte keine Angst vor Verwaltungskram haben", schmunzelt Johanna Piglas. Wenn ihr bei diesem vollen Terminkalender Zeit bleibt, gibt sie sogar noch selbst Kurse - "Yoga, Pilates, Indoor-Cycling, das macht mir besonders Freude."
Immer neue Ziele setzen Johanna Piglas hat noch viele Ziele. Stillstand kommt für sie nicht in Frage. "Ich möchte noch viel Neues lernen, zum Beispiel Reiki, Shiatsu und Atemtechniken, möchte mehr erfahren über alternative Heilmethoden und die Geschichte der Medizin. Es gibt so viele neue Konzepte, die eine Herausforderung sind."
Ausbildung:
Die Robinson Clubs bieten vielfältige Jobperspektiven in den Bereichen Sport und WellFit - zum Beispiel in den Bereichen Group Fitness, Personal Training, Geräte Fitness, Body&Mind, Massage & Beauty sowie WellFood®. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist ebenso Voraussetzung wie Teamfähigkeit, hohe Einsatzbereitschaft und die Fähigkeit Menschen begeistern zu können. "Bei uns sind Können und Persönlichkeit gefragt", sagt Pressesprecherin Sabine Ernst.
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