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25 Jahre Anna Herrmann (Stadtteil-)Schulgeschichte, Kerpen-Horrem
Eva Lingen Wo einst in Horrem der Rat tagte, die Bewohner ihr Standesamt, Bauamt oder Einwohnermeldeamt aufsuchten und ihre Polizei vor Ort fanden, werden heute in einem modernen Bildungszentrum über 500 junge Menschen in Gesundheitsfachberufen ausgebildet. Das ehemalige Rathaus von Kerpen-Horrem ist seit 25 Jahren Standort der Anna Herrmann Schule und seit 1983 des Präha Bildungszentrums mit Ausbildungen in den Bereichen Physiotherapeut/in, Masseur/in und med. Bademeister/in, Gymnastiklehrer/ in, Fitness- und Wellness- Coaches und Kosmetiker/in. Was 1984 mit 20 Mitarbeitern und 129 Gymnastikschülerinnen (kein Mann war darunter!) in sechs Klassen begann, ist bis heute ständig gewachsen: Mittlerweile betreuen 95 Mitarbeiter 550 Schülerinnen und Schüler in fünf verschiedenen Ausbildungsgängen. Die Unterrichtsfläche ist von etwas über 1.000 auf knapp 3.300 m² zum heutigen Präha-Campus in drei Gebäuden angewachsen. Die nächste Erweiterung steht bevor: ein Wohnheim mit 48 Appartements, mit dessen Bau noch dieses Jahr begonnen werden soll, um Lernen und Leben in Gemeinschaft noch besser zu ermöglichen. Ohne die Gebietsreform in Nordrhein- Westfalen hätte es in Horrem allerdings keine Anna Herrmann Schule gegeben. Ende 1983 wurde das Rathaus der ehemaligen selbstständigen Gemeinde Horrem geschlossen, die Verwaltung zog nach Kerpen. Der Rat der Stadt zeigte sich dem Privatschulwesen sehr aufgeschlossen und bereit, sich für die Ansiedlung der AHS zu engagieren. Das Gebäude in Horrem wurde für die damals hohe Summe von über 400.000 DM zur Schule umgebaut. 1984 zogen die Schülerinnen der Anna Herrmann Schule nach Horrem. Gegründet wurde die Schule schon 1922 in Berlin; nach Zwischenstationen in Freiburg und Köln ist sie am jetzigen Standort an der Rathausstraße angekommen. Zum Jubiläum stellte die Stadt nun ihr Foyer des jetzigen Rathauses in Kerpen für vier Wochen zur Verfügung. Die amtierende Bürgermeisterin, Marlies Sieburg, eröffnete die Ausstellung am 20. August und berichtete von der Geschichte des Rathauses in Horrem und von ihren vielfältigen Besuchen bei Veranstaltungen der Schule. Auch der jetzige Landrat, Werner Stump, der 1984 als Bürgermeister die Schlüsselübergabe an die AHS vollzog, gratulierte mit einer persönlichen Rede. Zahlreiche Exponate, von den Neubauplänen des Rathauses aus dem Jahr 1959 bis zu Eindrücken aus dem modernen Schulbetrieb, zeigten die Veränderungen des Standortes. Außerdem dokumentierte die Ausstellung Inhalte, Ziele und Schwerpunkte der Ausbildungen sowie unterschiedliche außerschulische Engagements der Schülerinnen und Schüler und besondere Feste. Die Ausstellung ist ein schöner Abriss über die Geschichte und Entwicklung der Präha-Schulen in Horrem. Man sieht deutlich, wie sie gewachsen sind. Die Präha-Gruppe gehört auf dem Feld der Gesundheitsausbildung zu den "Vorzeigeschulen" in Deutschland. Weitere Informationen zur Ausstellung über die Anna-Hermann- (Stadtteil-) Schulgeschichte und die Präha Gruppe finden Sie unter http://www.praeha.de/aktuell/2009/08-20.html.
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